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Kempten auf dem Weg zur Klimastadt: Klimaschutz sichtbar machen und wirksam steuern

Kempten

Fallübersicht

  • Kempten nimmt am Programm Klimakommune Deutschland teil und strebt die Auszeichnung als Klimastadt an.

  • Zentrale Strategien und Konzepte wurden mit der Unterstützung von eza! in der ClimateView Plattform zusammengeführt und in ihrer Wirkung transparent gemacht.

  • Die Stadt schafft so eine fundierte Grundlage, um Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln, ihre ambitionierten Klimaziele zu erreichen und Fortschritte sichtbar zu machen.

Klimaschutz als strategisches Ziel der Stadtentwicklung

Die Stadt Kempten verfolgt seit vielen Jahren einen konsequenten Klimaschutz-Ansatz. Bereits 2009 wurde mit dem Leitgedanken „Klima, Umwelt, Mobilität – nachhaltig planen und handeln“ eines der zentralen strategischen Ziele der Stadt definiert. Klimaschutz ist damit fest in der langfristigen Stadtentwicklung verankert.

Mit dem 2022 beschlossenen Klimaplan 2035 setzt Kempten ein besonders ambitioniertes Ziel:

eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 95 % gegenüber 2010 – und damit weitgehende Klimaneutralität bis 2035.

Der Klimaplan bündelt Maßnahmen über alle zentralen Handlungsfelder hinweg – von Energieversorgung und Mobilität bis hin zu Stadtentwicklung, kommunalem Betrieb und gesellschaftlicher Beteiligung – und bildet die strategische Grundlage für den Transformationsprozess.

Kempten

Klimakommune mit ClimateView für wirksamen Klimaschutz

Mit dem Programm Klimakommune Deutschland – ergebnisorientiert steht Kommunen ein neuer Rahmen zur Verfügung, um Klimaschutz systematisch umzusetzen und Fortschritte messbar zu machen. Kempten ist Gründungsmitglied des zugrunde liegenden Vereins und nimmt aktiv am Programm Klimakommune teil - mit dem Ziel, als Klimastadt ausgezeichnet zu werden.

Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich Klimaschutz nicht nur planen, sondern konkret steuern, kontinuierlich weiterentwickeln und transparent darstellen lässt.

Um diesen Anspruch umzusetzen, nutzt die Stadt Kempten die Plattform ClimateView. Gemeinsam mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) und in enger Abstimmung mit dem städtischen Klimaschutzmanagement wurden die zentralen strategischen Grundlagen der Stadt – der Klimaplan 2035, die kommunale Wärmeplanung, die städtische Energie- und Treibhausgasbilanz und der Appell für den Ausbau erneuerbarer Energien sowie bestehende Maßnahmenpläne – in der Plattform zusammengeführt. Erstmals werden diese Inhalte in einer gemeinsamen Struktur abgebildet und miteinander verknüpft.

Mithilfe der datenbasierten Methodik von ClimateView entsteht ein konsistentes Gesamtbild, das sichtbar macht, wie einzelne Maßnahmen zusammenwirken und welchen Beitrag sie zur Zielerreichung leisten.

Petra Hausmann

„Durch die Arbeit mit ClimateView konnten wir die verschiedenen Strategien der Stadt Kempten zusammenführen und in ihrer Wirkung sichtbar machen. So entsteht eine fundierte Grundlage, um Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.“

Petra Hausmann,
Klimaschutzberaterin, eza!

Von der Planung zur aktiven Steuerung

Durch die strukturierte Abbildung von Emissionspfaden und Maßnahmen erhält Kempten eine deutlich verbesserte Grundlage für Entscheidungen und Priorisierungen.

Erstmals wird klar sichtbar, wo die Stadt im Vergleich zu ihren Klimazielen steht, welche Maßnahmen welchen Beitrag leisten und an welchen Stellen zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.

Diese Transparenz ermöglicht es, die bestehende Planung gezielt weiterzuentwickeln und Maßnahmen dort zu verstärken, wo sie den größten Effekt haben.

Gleichzeitig verändert sich die Arbeitsweise grundlegend: Klimaschutz wird zu einem dynamischen Prozess. Strategien können flexibel angepasst, Ziele nachgeschärft und Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt werden – ohne aufwendige Fortschreibungen umfangreicher Konzepte.

Anita Bernschneider

„Wir können jetzt viel besser nachvollziehen, wo wir stehen und wie unsere Maßnahmen wirken. Das gibt uns die Möglichkeit, gezielt nachzusteuern und unsere Planung kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Anita Bernschneider,
Klimaschutzmanagerin, Stadt Kempten

Kempten Dashboard

Transparenz als Grundlage für gemeinsames Handeln

Ein wichtiger Meilenstein für Kempten war die Veröffentlichung der Emissionen, Szenarien und Maßnahmen über die ClimateView Plattform, begleitet von einer Pressekonferenz mit Stadtspitze, Verwaltung und eza!.

Damit macht die Stadt ihre Klimaschutzaktivitäten erstmals umfassend sichtbar – für Politik, Verwaltung, Unternehmen und Bürgerschaft.

Die Plattform zeigt nachvollziehbar, wie sich Kempten auf dem Weg zur Klimaneutralität entwickelt und welche Schritte noch notwendig sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass die gesetzten Ziele nur durch gemeinsames Handeln erreicht werden können.

Thomas Kiechle

„Wir waren in Kempten immer strategisch darauf ausgerichtet, eine Vorzeigestadt im Klimaschutz zu sein – und das wollen wir auch in Zukunft bleiben. Deshalb waren wir Gründungsmitglied beim Programm Klimakommune. Jetzt kommt es maßgeblich darauf an, unsere Klimaschutzbemühungen sichtbar zu machen. Die neue Plattform zeigt für alle – von Politik und Verwaltung bis zu Bürgerinnen und Bürgern – wie wir uns auf den Weg gemacht haben, um unser Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.“

Thomas Kiechle,
Oberbürgermeister, Stadt Kempten (2014–2026)

Ein großer Schritt auf dem Weg zur Klimastadt

Mit der Integration seiner Klimastrategien und der transparenten Darstellung von Fortschritt und Handlungsbedarf schafft Kempten eine entscheidende Grundlage für die nächsten Schritte.

Die Stadt verbindet den methodischen Rahmen des Programms Klimakommune Deutschland – mit einer datenbasierten Steuerung und entwickelt ihren Klimaschutz konsequent weiter.

So wird der Weg zur Klimastadt nicht nur geplant, sondern aktiv gesteuert – und für alle nachvollziehbar gemacht.

Kempten Partnership Image

Strukturierte Klimadaten für wirksames Handeln

Hier geht es zum ClimateView Dashboard der Stadt Kempten

→ Mehr zu dem Programm Klimakommune und einer Einführung in die Arbeit der Stadt Kempten hier

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